Das Unsagbare in Worte zu fassen ist die schwerste
Aufgabe eines Schriftstellers.
Die Lyrik ist dazu in ganz besonderem Maße
fähig.
Das Wichtigste steht oftmals zwischen den Zeilen, und über Jahrhunderte
haben die Dichter aller Kulturen diese besonders dichte Literaturform gewählt,
um starken Gefühlen Ausdruck zu verleihen und sie anderen mitzuteilen.
Kea Heinrich, eine junge Sängerin und Dichterin aus Berlin, liest aus ihren eigenen Gedichten und singt mit unglaublich berührender Stimme.
Ihre Sprache ist dicht, knapp, eindringlich, ihre Sätze sind oft ungewöhnlich. In leisem Tonfall, fast lakonisch, sprechen ihre Worte von Verlassenheit, Verlust, Aufbruch und Hoffnung und immer auch von Liebe - sehr wach, sehr klar, sehr persönlich.
Der Schauspieler Rainer Rudloff tritt mit seiner Auswahl von Gedichten vom Minnesang des Mittelalters bis zu Goethe und Rilke, Kästner und Heym mit den Gedichten von Kea Heinrich in Dialog treten manchmal in scharfem Kontrast, manchmal eng verbunden.
Rüder Maaß schließlich ist Gitarrist aus Lübeck, der mit seinem einfühlsamen und ausdrucksstarken Spiel auf Laute und Gitarre dazu beiträgt, das letzlich eben doch Un-Sagbare hörbar werden zu lassen.
In dem Programm Brandkalt tritt zudem noch der Tänzer Malte Guhr hinzu, dem es gelingt, die Inhalte der Gedichte und deren Emotionen in packende Choreographien zu übersetzen.
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